Die Erde erwärmt sich, unser Klimasystem steht auf der Kippe. Uns trennt zwar nur ein Temperaturunterschied von vier Grad im Jahresmittel von der letzten Eiszeit. Doch was nach wenig klingt, macht einen Riesenunterschied. Schon bei einer weiteren Erwärmung um etwas mehr als ein Grad Celsius drohen unumkehrbare Schäden. Wie schnell sich die Erde weiter erwärmt, hängt davon ab, wie die Menschheit auf den Klimawandel reagiert, den sie selbst verursacht hat.
Der Klimawandel schreitet schneller voran als noch 2007 von Wissenschaftlern des Weltklimarates angenommen. Bei einer globalen Temperaturerhöhung von zwei Grad Celsius drohen katastrophale, unkontrollierbare Folgen. Dürren, Stürme, Überschwemmungen und Missernten, Millionen Klimaflüchtlinge, das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten und das Verschwinden der Urwälder sind das Ergebnis.
Die Industrieländer als Hauptverursacher verbrauchen zu viel fossile Energieträger - vorrangig Kohle und Erdöl. Auch die Urwaldzerstörung trägt zum Klimawandel bei. Sie verursacht 20 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Allein in Deutschland ist rund ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten durch den Klimawandel bedroht.